wer wir sind und wie es zu allem kam

 

Wir sind eine kleine Strickerei,

mittlerweile immerhin ein 2-Frau-Betrieb, am Rande von Berlin.

Nun bereits in dritter Generation.

 

In unserer kleinen aber feinen Strickwerkstatt haben wir 4 Maschinen, sogenannte Handstrickapparate, und fertigen daran all unsere Strickwaren. Hierbei handelt es sich um Halbautomaten, also Maschinen die von Hand geführt werden, Reihe für Reihe - alle Garnwechsel, Muster, Farbwechsel, Maschen ab- und zunahmen und was es so alles gibt, werden von uns von Hand getätigt.

 

Ergänzt werden die so entstehenden Stücke durch weitere Handarbeit, wie das zusammen häkeln und -nähen der Einzelteile, anhäkeln der Knopfleisten und Schlaufen und auch das umhäkeln der Babydecken und Wämschen.

 

Seit Sommer 2016 befindet sich ein Teil von ritsch-ratsch im schönen Thüringen, Nähe Jena. Großmutter wirkt weiterhin wie gehabt aus Waldesruh bei Berlin.

Wir stehen stets in regem Kontakt und Austausch und verteilen die Aufträge je nach Kapazitäten und Möglichkeiten.

 

 

Die Meisterstrickerin - Gerda Geißler


Alles begann 1942 mit Socken für den Krieg, gefertigt an einer Strickmaschine von Gerdas Mutter, damals im Keller des Hauses.

Und das bereits im beschaulichen Waldesruh bei Berlin.

Am 1.10.1955 tritt Gerda in das Strickgeschäft ihrer Mutter ein und strickt bis heute.

1958 macht Gerda ihren Meister.

 

Ihr Strickmotto: "Nicht alles ist möglich, aber schon ganz schön viel."

Strickte bereits fürs Theater, Boutiquen, Märkte, Kinderläden, Kundenwünsche und natürlich ihre Kinder, deren Kinder und mittlerweile auch für die Urenkel.

 

Was ihr stricken prägt: reisefreudig, praktisch veranlagt und dabei auch gerne chic,

experimentierfreudig, Mutter 3er Kinder, 8 Enkel und 2er Urenkel,

seeehr erfahren...

 

...O-Ton: "Datt hatten wir alles schon einmal."

 

 

 

1958 macht Gerda ihren Meister.

 

 

 

 Seit 2015 folge nun ich, die Strickliesel, meiner Oma Gerda in die Werkstatt.

das Strickliesel - Tina Kühnel

Ich

 

Leider etwas spät, aber besser als nie, entdeckte ich meine Freude am Stricken. Wie alle Enkelkinder wuchs auch ich mit dem ritsch-ratsch der Maschinen auf und ebenso wie die Anderen habe ich bereits frühe Kindheitserinnerungen daran, wie Oma -gefühlt jederzeit (auch Sonntags oder nach „Feierabend“)- an der Maschine sitzt.

Ein: „Nicht jetzt! ...33,34, 35, …“ brachte jeden von uns sofort zum Verstummen (dann zählte Oma gerade laut die Reihen mit, um beispielsweise eine Abnahme oder einen Garnwechsel nicht zu verpassen) und so warteten wir, bis das „Ok, jetzt kannst du reden.“ erklang.

 

Mein Strickmotto: „Das muss doch irgendwie gehen!?! OMA??!??“

 

Was mein stricken prägt: pragmatisch, Mutter 2er kleiner Kinder [Anm. der Redaktion: seit 2016 - 3 kleiner Kinder] , sehr gerne draußen, Ökotante und stets mit Hund(en); die mit den „verrückten“ Ideen - schön, wenn es denn auch mal funktioniert :D

 

Danke Oma, für deine unendliche Geduld und Offenheit all meinen Ideen gegenüber; frei nach dem Motto "Lass sie mal machen. Vielleicht wird`s ja was und wenn nicht, dann auch nicht schlimm."

 

 

Und ganz nebenbei macht sich schon die nächste Generation mit der Werkstatt und allem was dazu gehört vertraut,

wächst mit dem ritsch-ratsch der Maschinen auf ...

 

 

... mein jüngster Sohn, geboren 2014 und somit noch von Mama abhängig und daher immer mit dabei.

 

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Update September 2017: der damals Jüngste ist nun der Mittlere und auch unser Kleinster ist mittlerweile KiTa-Kind;

so dass wieder volle Kapazitäten für das Stricken vorhanden sind.

 

 

 

 

Chef und Suki, meine 2 "BPchen" vom Freundeskreis BrunoPet e.V., sind ebenso stets dabei und gehören somit fest zum Team von ritsch-ratsch.

 

2016 mussten wir Chef gehen lassen, er konnte nicht mehr mit nach Thüringen umziehen. Mach es gut unser Eumel